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Baugruppen MP2 "UZI"

Maschinenpistole UZI

Geschichte der „Uzi“

Die israelische Maschinenpistole "Uzi" ist trotz ihres technischen Alters eine handhabungsleichte und schusssichere Handwaffe. Sie gilt als eine der besten MPis der Welt und für die Israelis als Symbol des Widerstandes.

Eine der bekanntesten Waffen der modernen Militärgeschichte wird 40 Jahre alt: Die israelische Maschinenpistole Uzi", in annähernd 100 Ländern bei Streitkräften, Polizei und Geheimdiensten im Einsatz. Auch im Bereich des Terrorismus findet die handhabungsleichte, mit 32 Patronen zu ladende und 4,10 kg leichte Nahkampfwaffe ihre Anwendung.
Konstruiert hat die Maschinenpistole 1952 der junge Leutnant Uzi Gal, ein Jahr später lief die Serienfertigung an. Die Maschinenpistole entstand am Ende des Ersten Weltkrieges 1917/18 als Notlösung. Eigentlich sollte sie durch die modernen Sturmgewehre längst abgelöst sein. Doch fast jede Armee verfügt noch über MPis, die bevorzugt in Fallschirmjäger- und Nahkampf-Einheiten ihre Verwendung finden. Es hat sich gezeigt, dass . keine andere Waffe so viel Feuerkraft auf so kleinem Raum entwickelt. Hinzu kommt, dass die Maschinenpistole im Vergleich zu anderen Handwaffen relativ einfach und billig herzustellen ist. Auch weniger industrialisierte Länder sind dazu in der Lage.

Bei der Aufzählung in den letzten Jahren neu herausgekommener Modelle kommt man ohne langes Nachdenken auf ein Dutzend, das jedoch technisch nichts Neues gebracht hat. Der Trend geht zu noch kleineren Modellen. Im militärischen Bereich dominiert nach wie vor die klassische" MPi als Rückstoßlader mit feststehendem Rohr und Massenverschluss.
Die MP 2 und MP 2 Al der Bundeswehr (israelische Uzi) findet ihre Anwendung im Nahkampfbereich und überwiegend auf Entfernungen bis zu 100 Meter. U.a. sind Kradmelder, Panzerbesatzungen und Wachsoldaten mit ihr ausgerüstet. Der Erfinder Uzi Gal wurde seinerzeit von seinen Vorgesetzten zwar belobigt, vom Verkauf der Waffe aber profitierte er nicht. Mit einem später entwickelten Sturmgewehr hatte Gal noch weniger Glück. Als die Beschaffungsabteilung der Armee nach langwierigen Tests einem anderen Prototyp den Vorzug gab, quittierte er verbittert den Dienst. Die MPi mit seinem Namen machte unterdessen Furore. Von Waffenexperten wurde die mit vier Sicherungen ausgestattete Waffe einhellig gelobt, vor allem wegen der geringen Störanfälligkeit. Wer mit dem "Ding" vertraut ist, kann es im Feld bei Dunkelheit mit wenigen Handgriffen in sehr geringer Zeit vollständig zerlegen und ebenso schnell wieder zusammensetzen. Selbst eine Handvoll Sand im Rohr hindert nicht am Schießen.

Über eine Million Uzi in unterschiedlichen Ausführungen wurden im Lauf der Jahre von Israel, der Nummer sieben auf der Liste der Rüstungsexporteure, in alle Weit geliefert. Seit einiger Zeit werden sie schon zum Durchschnittspreis von rund 800 DM angeboten. Wenn das Geschäft mit der Uzi derzeitig stagniert, so liegt das weniger an der Konkurrenz von Waffen mit höherer Feuerkraft und -geschwindigkeit wie etwa dem amerikanischen Standardgewehr M 16, als viel mehr daran, dass die Uzi" extrem haltbar und der Markt fast gesättigt ist. Hergestellt wird die berühmte Maschinenpistole von Israel Military Industries" (IMI) in einem kleinen Werk unweit von Tel Aviv. Die Firma, gegründet 1933 und schon Lieferant der Untergrund-Organisation "Haganah", ist seit Gründung des Staates Israel in dessen Besitz und untersteht mit allen 15.000 Beschäftigten dem Verteidigungsministerium.

(Quellenangabe: Hans-Jürgen von Hemm, WEHRAUSBILDUNG 4/1992)