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Bilder Flakpanzer Gepard 1 A1

Flakpanzer GEPARD

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Bilder Gepard 1 A1   Bilder Gepard 1 A2 

Um den schon veralteten amerikanischen Flakpanzer M 42 durch ein moderneres Waffensystem zu ersetzen, begannen 1965 in Deutschland entsprechende Entwicklungsarbeiten.

Zwei Konzepte standen im Wettbewerb: von Rheinmetall das Waffensystem Matador und das schweizerische Projekt von Oerlikon-Contraves (Bührle-Konzern]. Im Sommer 1970 entschied sich das Bundesverteidigungsministerium für das Waffensystem aus der Schweiz, das unter dem Namen Gepard eingeführt werden sollte. Nach den ersten zwölf Vorserienfahrzeugen, die 1974/75 noch aus der Schweiz kamen, begann bei Krauss-Maffei 1976 die Serienproduktion. Bis 0ktober 1980 hatte die Bundeswehr 420 Gepard übernommen.

Bewährte Hauptbaugruppen

Der Flakpanzer Gepard besteht aus dem Fahrgestell des Leopard 1 mit einem Panzerturm, der an den Seiten je eine 35-mm Maschinenkanone tragt. An der Turmhinterseite wird eine Radarantenne hochgeklappt, die als Rundsuchradar feindliche Flugzeuge auf eine Distanz von 15 km erfassen kann. Wird ein zu bekämpfendes Flugziel durch die integrierte Freund-Feind-Kennung (1FF) identifiziert, so schaltet sich automatisch das Zielfolgeradar an, das an der Vorderseite des Turms installiert ist. Die mit allen notwendigen Schussdaten versehene Feuerleitanlage eröffnet dann automatisch sechs Sekunden nach Zielerfassung das Feuer auf ca. 3500 m Entfernung. Dabei werden die aktuellen Daten wie Temperatur, Wind, Mündungsgeschwindigkeit, Eigenbewegung des Fahrzeugs usw. laufend erfasst und ausgewertet.

Die beiden 35-mm-Geschütze könnten theoretisch den gesamten Munitionsvorrat von 680 Schuss innerhalb einer Minute verfeuern. Sollte die Feuerleitanlage ausfallen, so steht ein unabhängiger Rechner zur Verfügung oder die Feuerleitung erfolgt mit optischen Richtmitteln. Dass es sich hier um ein komplexes Waffensystem handelt, zeigt der Preisvergleich mit dem Leopard 1 A4, der 1976 einen Anschaffungspreis von rund 1,7 Mio. DM hatte, während der Gepard mit seiner Elektronik 5,4 Mio. DM kostete.

Verlängerung der Nutzungsdauer

Der Gepard wird von der Heeres-Fla-Truppe zur Bekämpfung von Flugzielen im unteren und mittleren Höherbereich in der vorderen Kampfzone eingesetzt. Ab 1988 wurden 206 Flak-Panzer mit Laserentfernungsmesser nachgerüstet. In der Zeit von 1997 bis 2000 werden bei 140 Fahrzeugen Maßnahmen zur Nutzungsdauerverlängerung durchgeführt (Version 1 A2). Dabei wird ein neuer Digitalrechner eingebaut, die Turmbaugruppen erhalten eine Kühlanlage, und mit dem modernen Datenfunkgerät SEM 93 wird die Anbindung an das Heeresflugabwehraufklärungs- und Führungssystem ermöglicht. Derzeit können vier Munitionsarten von Spreng-, Brand- und Panzer brechenden Geschossen verschossen werden.

Der Gepard ist auch beim belgischen Heer mit 55 Einheiten eingeführt. In den Niederlanden laufen 95 Flakpanzer unter der‚ Bezeichnung PRTL, die sich an der Form der Radarantennen von den deutschen Gepard leicht unterscheiden lassen.

Technische Daten:

Typ:  Flakpanzer 
Gefechtgewicht:  46.300 kg 
Länge:  685 cm (ohne Geschützrohre) 
Breite:  337 cm 
Höhe:  403 cm 
Motor:  V-Zehnzylinder-Dieselmotor (Mehrstoff) MTU MB 838 Ca M500 
Leistung:  610 kW 
Höchstgeschwindigkeit:  65 km/h 
Fahrbereich (Strasse):  530 km 
Bewaffnung:  zwei 36-mm-Maschinenkanonen Oerlikon KDAL/R04, L/90 
Munitionsvorrat:  680 Schuss 
Besatzung:  3 Mann