Waffenträger (WaTrg) WIESEL 1
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Der Waffenträger Wiesel 1 ist eine Sonderentwicklung für die Luftlandeeinheiten der Deutschen Bundeswehr.
Ab 1974 wurde diese Truppe mit 860 so genannten Kraftkarren (Kraka) ausgerüstet, die aber den Ansprüchen nur bedingt genügten, da die Besatzung völlig ungeschützt im Freien saß. Doch schon seit 1969 arbeitete man an einem leicht gepanzerten Fahrzeug, das lufttransport-fähig und als schnelles Unterstützungsfahrzeug bei luftlandeoperationen einsetzbar sein sollte. 1975 hatte sich die Entwicklung von Porsche qualifiziert und sechs Prototypen des Wiesel gingen in die Erprobung. Wegen finanzieller Engpässe lag das Projekt ab 1978 auf Eis, bis man 1984 mit verbesserten Prototypen die Truppenerprobung wie der aufnahm. Schließlich lief die Serienproduktion 1989 bei MaK an.
Der Waffenträger Wiesel sollte als Familie konzipiert werden. Tatsächlich sind aber bisher nur zwei Varianten des Wiesel 1 bei der Bundeswehr eingeführt worden: ein Vollkettenfahrzeug mit einer 20-mm-Kanone und eines mit dem Panzerabwehr-Flugkörper TOW. Geplant und als Proto-typen vorgestellt waren noch eine Version mit Fla-Fk Stinger RBS-70, ein Spähfahrzeug mit Ein-Mann-Turm und einem 1 2,7-mm-Maschinengewehr sowie ein Mörserträger mit einem 60-mm-Mörser.
Klein und feuerstark
Beim Wiesel handelt es sich um einen Minipanzer, der nur 2,75 t wiegt und durch seine geringen Abmessungen auf- fällt; mit ca. 185 cm Höhe ist er gerade mannshoch. Ein VW Golf ist im Vergleich etwa 80 cm länger, von der Motorleistung sind sie mit 65 kW (TDI) gleich. Die Panzerung ist nur so stark, dass die drei Mann Besatzung vor Infanteriebeschuss und Granatsplittern geschützt sind. Im keilförmigen Bug sitzt auf der linken Seite der Fahrer, daneben ist der Turbodieselmotor von VW/Audi eingebaut. Dahinter befindet sich der Kampfraum mit dem Kommandanten und dem Schützen. Für die automatische 20-mm-Schnellfeuerkanone stehen 400 panzerbrechende [AP] und £xplosiv-Brandgeschosse [HEI] zur Verfügung.
Leicht und beweglich
Ein Transporthubschrauber MTH CH-53G kann zwei Wiesel an Bord nehmen oder einen als Auenlast transportieren. Über dies sind die Wiesel fallschirmabwurffähig und nach dem Landen sofort kampfbereit. Durch die Ketten und den geringen Bodendruck von nur 0,5 bar sind diese Fahrzeuge wirklich wiesel- flink und im Gelände voll beweglich. Die niedrige Silhouette und die doch recht beachtliche Feuerkraft der 20-mm-Kanone erhöhen die Überlebensfähigkeit auf dem Gefechtsfeld. Die Nachtkampffähigkeit erhält die Besatzung durch ein Restlichtverstärker-Fahrgerät bzw. eine BiV-Brille. Die 133 bisher beschafften Wiesel 1 MK werden bei den Fallschirmjäger-Bataillonen .verwendet. Bisher hatten sie sich schon bei UN-Einsätzen in Bosnien bewährt. Inzwischen sind etwas schwerere Wiesel 2 mit 3,9 t Gefechtsgewicht im Truppenversuch.
Technische Daten WIESEL 1 TOW
| Besatzung: | 3 Mann |
| Gefechtsgewicht: | 2,8 t |
| Länge über alles: | 3310 mm |
| Höhe über alles: | 1897 mm |
| Breite: | 1820 mm |
| Waffe: | TOW-Abschussanlage |
| Motor: | VW 5-Zyl. Diesel mit Abgasturbolader dito. |
| Leistung nach DIN: | 64 kW bei 4500 U/min (87PS) |
| Hubraum: | 2000 ccm |
| Höchstgeschwindigkeit: | 75 km/h |
| Munitionsvorrat: | 400 Schuss |
| Querneigung: | 30 % |
Technische Daten WIESEL 1 MK
| Besatzung: | 3 Mann |
| Gefechtsgewicht: | 2,8 t |
| Länge: | 3260 mm (ohne Geschützrohr) |
| Höhe: | 1850 mm |
| Breite: | 1820 mm |
| Bewaffnung: | eine 20mm-Maschinenkanone DM6 |
| Munitionsvorrat: | 400 Schuss |
| Motor: | VW 5-Zyl. Diesel mit Abgasturbolader dito. |
| Leistung: | 64 kW bei 4500 U/min (87PS) |
| Hubraum: | 2000 ccm |
| Geschwindigkeit: | 75 km/h |



